| G O |
Machtwechsel in Slowenien: Konservative siegen bei Wahl Die Slowenen haben für einen Machtwechsel gestimmt - nach zwölf Jahren unter einer von den Liberalen Demokraten (LDS) geführten Mitte-Links-Regierung. Der Rechtskonservative Janez Jansa, Chef der Slowenischen Demokratischen Partei (SDS) geht mit 29 Prozent der Stimmen als Wahlsieger hervor. Er wird voraussichtlich mit dem kleineren Neuen Slowenien (NSi) und der Volkspartei (SLS) koalieren, um eine Regierung bilden zu können. Damit hätten die Konservativen 45 der 90 Sitze im Parlament. Jansa kündigte am Montag an, er wolle die Politik der bisherigen Regierung in Bezug auf EU und Nato fortsetzen. Jansa hat angedeutet, daß er für eine sichere Mehrheit eventuell auch mit der radikalen Nationalpartei zusammenarbeiten will. Mit ihrer Stimmungsmache gegen Ausländer und ihren Gebietsforderungen gegenüber Kroatien, Italien und Österreich stößt sie aber bei anderen Parteien auf Ablehnung. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 60 Prozent, rund zehn Prozent niedriger als beim letzten Wahlgang. Jansa hat offenbar von der Politikverdrossenheit der Slowenen profitiert, aber auch die Kritik an den Regierungsparteien, denen er Korruption und mangelnde Wirtschaftskompetenz vorwarf, haben Früchte getragen. Auch wenn die LDS unter Premier Anton Rop seinen Behauptungen immer etwas entgegenzusetzen hatte, blieb der Geruch von alten Seilschaften doch an ihr hängen und sie verlor knapp 14 Prozent. Zudem hat der kürzlich wieder aufgeflammte Dauergrenzstreit mit Kroatien der Volkspartei unter die Arme gegriffen, die zuvor noch um ihren Wiedereinzug ins Parlament hatte bangen müssen. Slowenisches Parlament hält Konferenz über Wissenschaft und Gesellschaft ab Das slowenische Parlament in Ljubljana richtet am 15. April eine Konferenz zum Thema 'Wissenschaft und Gesellschaft in einer erweiterten EU aus. Die Veranstaltung wurde aus Anlass des Beitritts Sloweniens zur EU organisiert. Die Konferenz will die Bedeutung von Wissenschaft und Wissen für die Entwicklung und Stabilität in der erweiterten EU hervorheben. Die Konferenz stellt außerdem das laufende Projekt ETHNIC vor, welches das öffentliche Bewusstsein für Wissenschaft und Technologie unter den ethnischen Minderheiten wecken soll und im Rahmen des Fünften Rahmenprogramms (RP6) der EU finanziert wird. Die virtuelle Teilnahme unter Weiterleitung von E-Mail-Beiträgen in Echtzeit wird begrüßt, und eine Internet-Übertragung ermöglicht das Verfolgen der Diskussionen in Ljubljana. Weitere Informationen finden Sie unter www.ff.uni-lj.si/asrlo/confsciencesloparl/confsciencesloparl.htm |