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Montag, 16. August 2004 Immer mehr deutsche Firmen zieht es ins Ausland Der Trend zur Verlagerung von Jobs ins Ausland hat sich in der deutschen Industrie beschleunigt. In einer Umfrage gaben rund 90 Prozent der Unternehmen an, Kapazitäten aus Deutschland abziehen zu wollen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stünden an der Schwelle zur Internationalisierung, heißt es in der Umfrage der Unternehmensberatung Roland Berger und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, die am Sonntag veröffentlicht wurde. Der Umfrage zufolge planen 71 Prozent der KMU, binnen fünf Jahren im Ausland zu produzieren oder die Produktion dort auszuweiten. Insgesamt sind bereits die meisten der befragten Unternehmen international aufgestellt, nur 17 Prozent produzieren ausschließlich in Deutschland. Für die Auslandsverlagerung werden insbesondere Standorte in Osteuropa und Asien bevorzugt. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen halten die Fertigungsqualität im Ausland für mindestens gleich gut wie in Deutschland, heißt es in der Studie. Deutliche Vorteile sehen die Unternehmen mit Blick auf die Kosten. So unterstrichen alle Befragten die Vorteile niedrigerer Löhne und Gehälter, 94 Prozent betonten die günstigeren Materialkosten. Da die Auslandsstandorte zudem immer leistungsfähiger werden, verlagern deutsche Firmen zunehmend Forschung, Entwicklung, Konstruktion und Verwaltung. In der Vergangenheit seien vor allem Fertigung und Montage umgesiedelt worden, heißt es. Befragt wurden 70 Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automobilzuliefer- und Elektroindustrie. Davon seien etwa die Hälfte aus dem Mittelstand und je ein Viertel Großunternehmen und kleine Betriebe. Was können wir für Sie tun?
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